Ein Ensemble des Deutschen Musikrates

Bundesjugendchor

Gemeinsam. Singen. Fördern.

Im Bundesjugendchor erarbeiten rund 50 exzellente junge Chorsänger:innen im Alter von 18 bis 26 Jahren in intensiven Arbeitsphasen jährlich mehrere anspruchsvolle Konzertprogramme mit Werken von der Renaissance bis in die Gegenwart, die bundesweit und international in Konzerten präsentiert werden. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Anne Kohler, die für stilsichere musikalische Interpretationen und die kontinuierliche gesangspädagogische Arbeit an einem homogenen, charakteristischen Klang des Bundesjugendchores verantwortlich ist. Weitere musikalische Impulse erhält der Bundesjugendchor durch Gastdirigent:innen und Kooperationen mit anderen professionellen Ensembles und Klangkörpern. 

Seit seiner Gründung im August 2021 in der Philharmonie Berlin hat der Bundesjugendchor mit Partnern wie dem SWR Vokalensemble (Yuval Weinberg), dem Deutschen Symphonieorchester Berlin (Robin Ticciati) und dem Polnischen Nationalen Jugendchor (Agnieszka Franków-Żelazny) zusammengearbeitet. Er trat bei bedeutenden Musikfestivals wie dem Heidelberger Frühling, der Bachwoche Ansbach und dem Lausitz Festival auf. Konzerte führten den Bundesjugendchor auf kleine Podien im ländlichen Raum sowie in renommierte Spielstätten wie die Elbphilharmonie Hamburg, die Thomaskirche Leipzig, das Narodowe Forum Muzyki in Wrocław, die Filharmonia Krakowska in Kraków sowie die Eric Ericsonhallen in Stockholm. 

Regelmäßig stehen Uraufführungen auf dem Programm des Bundesjugendchores, bspw. von Kathrin A. Denner, Jan Kopp, Roxanna Panufnik, Nana Forte und Elisabeth Fußeder. 2024 erschien die Debüt-CD „Waldeslust“ unter der Leitung von Anne Kohler im Carus-Verlag. 

2025 widmete sich der Bundesjugendchor dem Thema „Stimme und Demokratie“. Im Frühjahr präsentierte das Ensemble „Jede Stimme zählt! – Chormusik für viele Stimmen“, u. a. mit Thomas Tallis’ „Spem in Alium“ für 40 solistische Stimmen. Im Juni trat der Bundesjugendchor in der Philharmonie Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, A Song for You, Barbara Walker und dem Uri Caine Trio auf. Mit Uri Caines „The Passion of Octavio Catto“, einem Werk zwischen Klassik, Gospel, Jazz und Avantgarde, erkundeten Künstler:innen und Publikum das Leben und Wirken des ermordeten afroamerikanischen Bürgerrechtsaktivisten. Im August widmete sich der Bundesjugendchor mit „Aufbruch in die Freiheit“ Themen wie Unterdrückung, Ausgrenzung, Emigration und Freiheit

Den Jahresabschluss bildete die Zusammenarbeit mit dem Beethoven Orchester Bonn zur Wiedereröffnung der Beethovenhalle mit Gustav Mahlers 2. Sinfonie. Aktive Mitglieder und Alumni des Bundesjugendchores musizierten unter Leitung von Dirk Kaftan. Die Einstudierung übernahm Anne Kohler. 

Der Bundesjugendchor wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Kinder- und Jugendplans (KJP) gefördert. Weitere Förderer sind die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) und unisono, die Deutsche Musik- und Orchestervereinigung.  

Pressestimmen

Nach dieser bereits sehr eindrucksvollen Improvisation kommt der 45-köpfige Bundesjugendchor vorn auf den Podesten zusammen, zieht Stimme für Stimme an den Zuhörern vorbei, ein klangvoller Pilgerzug und schon der Beginn von Joby Talbots „Path of Miracles“(2005). Buchstäblich ein „Pfad der Wunder“, eine musikalische Zeitreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Hier die erste Station Roncesvalles. Ein symphonisch flutender Chorklang, mitreißend schöne junge Stimmen, einander tragend, miteinander in empathischer Schwingung. Hochprofessionelle Soli und chorische Glissandi mit Punktlandung. [...] Die 20 Minuten Talbot allein wären schon eine Sternstunde gewesen, danach kam aber noch eine Steigerung: Thomas Tallis’ „Spem in alium“, eine 40-stimmige Gigant-Motette in acht jeweils fünfstimmigen Chören, komponiert am Ende der Spätrenaissance. Das solistische Großaufgebot gab dem Motto des Abends noch einmal mehr Nachdruck: „Jede Stimme zählt!“Je zwei Chöre positionierten sich auf Lettner, Orgelempore und den Seitenemporen. Kohler dirigierte mit großen Bewegungen, hielt den raumgreifenden, ums Publikum herumwandernden Chorklang über die Distanzen hinweg zusammen. Ätherisch transparente, sakrale Klangströme von allen Seiten, zehn Minuten klingende Ewigkeit.

Selten zu hörende Perfektion | Bundesjugendchor mit „Jede Stimme zählt!" in der Kilianskirche - Handverlesen und musikalisch höchst versiert

Makellos ist der Klang dieses Chors. Unvergleichbar ist er, weil hier Kraft, Schönheit, Jugend, Geschmeidigkeit der Stimmen auf eine technische Souveränität treffen, die man sonst nur bei arrivierten Profis findet.

Was für ein Klang im Limburger Dom, welche Harmonie! Jede einzelne Stimme geeignet für ein Solo. Zusammen wohl das Beste, was in Deutschland derzeit in der Chorlandschaft zu hören ist: der Bundesjugendchor.

Unsere Sänger:innen

Olga Bächli

Antonia Bartsch

Marlene Bast

Finn Baumgart

Pauline Beaucamp

Svea Behrens

Christoph Blamberg

Sänger

Imke Constapel

Sängerin

Johannes Diedrich

Samuel Ditzinger

Sänger

Eva Donner

Moritz Dudey

Agnes Duntze

Hannes Finckh

Maria Freudling

Elisabeth Fußeder

Sängerin

Franziska Gottwalt

Jakob Heidler

Jule Helmkamp

Luis Jäckel

Ida Janssen

Jakob Karasek

Sänger

Nora Käser

Anna Kohoff

Ann-Kathrin Krause

Lovis Kriese

Sängerin

Eduard Kullmann

Sophia Kummer

Veronica Leibovitch

Yixi Lin

Tristan Lippold

Charlotte Lustig

Elise Malcher

Emily Morris-Spaeth

Leonie Neubauer

Johannes Opfermann

Sänger

Malik Ouambo

Sänger

Štěpán Paraska

David Peusch

Sänger

Simon Pichol

Sarah Puttkammer

Sängerin

Thomas Reichert

Sänger

Jakob Reichmann

Sänger

Jona Elia Reiser

Sänger

Kolja Riechmann

Noah Roloff

Samuel Roth

Sänger

Amelie Saalbach

Malte Schäfer

Justus Schalow

Gustav Stoll

Hanna Volgmann

Sängerin

Laurenz Voss

Sänger

Niklas Alexander Wagner

Sänger

Luana Welte

Georg Zerbe

Die Porträtfotos der Sänger:innen stammen von Timo Jaworr.