Künstlerische Leitung
Für die kontinuierliche gesangspädagogische Arbeit an einem homogenen, charakteristischen Klang des Spitzenensembles ist Prof. Anne Kohler als künstlerische Leiterin verantwortlich. Sie leitet Proben und Konzerte des Bundesjugendchores und wird von musikalischen Assistent:innen und Stimmbildner:innen bei ihrer Arbeit unterstützt. Ergänzend dazu arbeiten Gast-Dirigent:innen projektweise mit dem Ensemble.
Prof. Anne Kohler
© André De Geare

Anne Kohler ist Professorin für Chorleitung an der Hochschule für Musik Detmold. Dort leitet sie den Kammerchor sowie das Vokalensemble Pop-Up und betreut eine Hauptfachklasse von Chordirigent:innen. Ihre Ensembles zeichnen sich durch Lebendigkeit, stimmliche Qualität, stilistische Vielfalt und innovative Programmgestaltung aus. Sie studierte Schulmusik, Dirigieren und Gesang und vertiefte die Ausbildung in Meisterkursen bei Eric Ericson, Frieder Bernius, Volker Hempfling, Tonu Kaljuste, Jens Johansen und Mitgliedern der „Real Group“. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Oliver Gies, Martin Carbow und Jens Johansen. Gastdirigate und Einstudierungen für Marcus Creed, Roger Norrington, Pierre Boulez und Ingo Metzmacher führten sie zum SWR-Vokalensemble, dem Rundfunkchor Berlin und zum WDR Rundfunkchor. Mit ihren Chören war sie vielfach erste Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, bspw. beim Deutschen Chorwettbewerb, bei CantaRode (NL) oder dem Aarhus Vocal Festival (DK). Als Jurorin und Dozentin für Stimmbildung, Chorleitung und Jazzchorleitung ist sie international erfolgreich tätig. Anne Kohler ist Mitglied im Beirat des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates. Seit 2020 ist sie künstlerische Leiterin des Bundesjugendchores im Deutschen Musikrat.
Künstlerische Leitung ab 2027: Justus Barleben
Der Dirigent Justus Barleben ist zum neuen Künstlerischen Leiter des Bundesjugendchors berufen worden. Ab Januar 2027 wird er die musikalische Ausrichtung des renommierten Nachwuchsensembles in der Trägerschaft des Deutschen Musikrats gestalten.
Justus Barleben

Justus Barleben, Jahrgang 1992, ist ein gefragter Chorleiter und Ensemblesänger aus Hannover. Er setzte sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren gegen 32 Bewerber:innen durch: Nachdem der Projektbeirat eine Vorauswahl getroffen hatte, traf eine siebenköpfige Findungskommission die finale Entscheidung. Mit einem stilistisch breit gefächerten Repertoire von der Alten Musik bis hin zu zeitgenössischen Werken ist Justus Barleben regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie dem Rundfunkchor Berlin, dem MDR-Rundfunkchor und dem NDR Vokalensemble. Dort verantwortete er bereits zahlreiche Choreinstudierungen, unter anderem für Kirill Petrenko und Daniel Barenboim (Berliner Philharmoniker), Vladimir Jurowski (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin), Robin Ticciati (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin), Semyon Bychkov (NDR Elbphilharmonie Orchester) sowie Andris Nelsons (Gewandhausorchester Leipzig). In dieser Saison übernimmt Justus Barleben unter anderem die Choreinstudierung von Gabriela Ortiz’ „Revolución diamantina“ für Gustavo Dudamel und die Berliner Philharmoniker.
Justus Barleben studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie an der Hochschule für Musik Detmold. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er von Gijs Leenaars, Anne Kohler und Florian Ludwig. Er war Stipendiat im Förderprogramm für den dirigentischen Spitzennachwuchs, Forum Dirigieren, beim Deutschen Musikrat und erzielte den zweiten Preis und den Publikumspreis bei der 9th International Competition for Young Conductors in Paris. Als Gründungsmitglied des preisgekrönten Vokalensembles Voktett Hannover ist Justus Barleben regelmäßig zu Gast bei namhaften Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der chor.com und dem Rheingau Musik Festival sowie europaweit u.a in Bozen, Brüssel, Budapest und London. In gemeinsamen Konzertprogrammen musiziert das Voktett Hannover gelegentlich auch mit anderen renommierten Ensembles wie dem Barockensemble L’Arpeggiata und dem Vokalensemble Voces8. Für die CD-Produktion „Gregor Joseph Werner: Masses & Motets“ wurde das Ensemble 2024 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.




