Liebe und Leben
„Liebe und Leben“ lautete das Motto des a cappella-Programms, das einen poetischen Bogen über mehr als fünf Jahrhunderte Musikgeschichte spannte. Von der spirituellen Klangarchitektur Josquin Desprez’ über die existenzielle Innigkeit Gustav Mahlers bis hin zu den farbenreichen, experimentellen Klangräumen der Gegenwart begegneten sich Liebe, Sehnsucht, Natur und menschliche Erfahrung in immer neuen Facetten. Florian Benfer leitete den Bundesjugendchor als Gastdirigent. Nora Thiele und Elisa Lázaro Hernando waren als Perkussionistinnen dabei. Konzerte führten das Spitzennachwuchsensemble erneut zum Heidelberger Frühling (19.3.) und in die Tauberphilharmonie nach Weikersheim (21.3.), dazu in den Dom St. Martin in Rottenburg (20.3.) und zum ersten Mal nach München in das Bergson Kunstkraftwerk (22.3.).
Von der spirituellen Klangarchitektur Josquin Desprez’ über die existenzielle Innigkeit Gustav Mahlers bis hin zu den farbenreichen, experimentellen Klangräumen der Gegenwart begegnen sich Liebe, Sehnsucht, Natur und menschliche Erfahrung in immer neuen Facetten.
Josquin Desprez‘ monumentaler 24-stimmiger Kanon „Qui habitat in adjutorio“ eröffnet das Programm mit überwältigender Polyphonie. Mahlers Lied „Die zwei blauen Augen“ erscheint in der eindringlichen a cappella-Bearbeitung von Clytus Gottwald als fragile Seelenlandschaft. Caroline Shaws „Ochre“ verbindet Chor und Percussion zu einer vielschichtigen Collage aus Texten von Johann Wolfgang von Goethe bis Alfred Tennyson und reflektiert die Wandlungsfähigkeit von Klang und Materie. In einer Improvisation für Percussion mit Nora Thiele unter dem Titel „Resonanz“ entsteht ein offener Dialog zwischen Stimme, Körper und Raum. Den Abschluss bildet Jean Yves Daniel-Lesurs „Cantique des Cantiques“ – eine sinnliche, leuchtende Ausdeutung des Hohelieds der Liebe.









